Feuerhaus
Vienna Sinfonietta
Konzerttournee nach China 2011
Zum ersten Mal reiste Feuerhaus nach Asien! Im Gepäck klarerweise „unsere“ Musik: Mozarts Figaro-Ouvertüre und die Deutschen Tänze KV 571, Schuberts Rosamunden-Ouvertüre sowie natürlich eine Reihe von Werken von Josef Lanner und der Straussdynastie! Es war ein voller Erfolg, 10 Konzerte mit stehende Ovationen, massenhaft Beifall und begeisterte Konzertveranstalter, die uns sofort wiedereingeladen haben.
Tourneedestinationen waren Beijing, Shenzhen, Guanzhou, Zhuhai, Jinan, Chanchun.
Hier sehen Sie Ausschnitte aus dem Konzertprogramm - leider nur von einer Wackelkamera aus dem Publikum aus gefilmt... aber immerhin.
Carinthischer Sommer
Zum Mozartjahr 2006 wurden beim Carinthischen Sommer sämtliche Klavierkonzerte des göttlichen Meisters aufgeführt.
Die Feuerhausmeister ihrerseits trugen zwei Klavierkonzerte, nämlich KV 415 und KV 503, bei.
Während das Klavierkonzert KV 415 in den zarten Händen unserer Solistin Gerda Struhal seine klassische Veredelung fand, wurde aus dem Klavierkonzert KV 503 durch Martin Reiters Zugriff (siehe: Rache für Mozart) und der Verwendung von Fender Rhodes Piano und Hammond Orgel eine ausufernde Jamsession:
Mozart::Jazz
Dem Publikum gefiel´s hörbar.
das komplette Programm:
W. A. Mozart: Klavierkonzert KV 415, Solistin: Gerda Struhal
R. Dünser: Sinfonietta für Klarinette und Streicher, Solist: Martin Schelling
M. Haydn: Sinfonia in C, PG 31
W. A. Mozart: Klavierkonzert KV 503, Solist: Martin Reiter
Feuerhaus im Brick5
Wir Feuerhausfrauen und -männer können uns glücklich schätzen, mit dem Brick5 einen Proben- und Konzertort zu haben, auf den wir einfach und gerne zugreifen können.
So auch dieses Mal: Für unsere Wiener Freundinnen und Freunde das Vorkonzert zu unserem Auftritt in Villach.
Das Programm:
W. A. Mozart: Klavierkonzert KV 415, Solistin: Gerda Struhal
R. Dünser: Sinfonietta für Klarinette und Streicher, Solist: Martin Schelling
M. Haydn: Sinfonia in C, PG 31
W. A. Mozart: Klavierkonzert KV 503, Solist: Martin Reiter
Alegre Correa Group und Feuerhaus in „Joe Zawinuls Birdland“
Keiner versteht es so gut wie Alegre Corrêa, brasilianische und österreichische Idiome der Musik so gekonnt und geschmackssicher zu kombinieren. Dank dieser Begabung, seinem stupenden Können auf der Gitarre und der knarzigen Stimme zählt er seit Jahren zu den wichtigsten Vertretern der österreichischen Jazzszene.
Zusammen mit seiner achtköpfigen Combo spielte Feuerhaus Werke aus seiner Feder in atemberaubend kunstvollen Arrangements, weiche Balladen und kernig-fetzige Tanz- und Jamnummern.
Es wurde zu einem der besten Abende in der noch kurzen Geschichte des Birdland, abgesehen natürlich von den Auftritten seiner königlichen Hoheit, Joe Zawinul persönlich.
60 Jahre Furche
Maßschneiderei bedeutet: Für den Anlass komponieren.
Anders als andere Ensembles, die mit Mozart, Brahms und Bundeshymne im Gepäck diverse Anlässe stereotyp umrahmen, setzt sich Feuerhaus mit dem Auftraggeber auseinander und schreibt die benötigten Werke, um einer Veranstaltung den musikalischen Stempel "Unikat" aufdrücke zu können.
So geschehen auch bei den Feiern zum 60. Geburtstag der österreichischen Wochenzeitung "Die Furche" im Palais Liechtenstein, denen wir verspielte, fröhliche und leicht schräge Werke spielten.
Im Nachhinein nochmals herzlichste Gratulation!!
Sehnsucht nach Wien
Wieder ein Konzert im "Porgy & Bess": Die bestens gelaunte Alegre-Corrêa-Group mit Ana-Paola da Silva und Sandra Pires als Gäste bescherten zusammen mit uns dem Porgy-Publikum einen abwechlungsreichen und berührenden Konzertabend.
Chez es Saada
Es war ein toller Abend. Ein toller Abend von und für Martin Reiter, der mit seiner ersten CD einen gehörigen Markstein in seinem Schaffen und Können gesetzt hat. Begeistertes Publikum - mit Recht.
Mit von der Partie waren die CD-Mitwirkenden: Das Martin Reiter Trio, Matthieu Michel und Feuerhaus.
mehr unter
www.martinreiter.com
Prorgy & Bess
Riemergasse 11
1010 Wien
20:00 Uhr
Feuerhaus im Porgy & Bess
Martin Reiter präsentierte zusammen mit seinem Trio und Feuerhaus seine erste CD - "Chez es Saada" - auf der auch Werke mit uns Feuerhausfrauen und -männern zu hören sind.
Die CD ist bestell- und anhörbar unter: martinreiter.com
Feuerhaus im Brick5
Martin Reiter präsentierte zusammen mit seinem Trio und Feuerhaus seine erste CD - "Chez es Saada" - auf der auch Werke mit uns Feuerhausfrauen und -männern zu hören sind.
Die CD ist bestell- und anhörbar unter: martinreiter.com
Rache für Mozart
Martin Reiter und Feuerhaus spielen Mozart.
Einer der genialsten Newcomer unter den Jazz-Pianisten nimmt sich gemeinsam mit Feuerhaus eines der schönsten Klavierkonzerte der Klassik an.
Und das im Sinne Mozarts: Dieser war zu seiner Zeit einer der begnadetsten "Jazz-Pianisten", er improvisierte seine selbst komponierten Klavierkonzerte, wenn er sie aufführte. Den Klavierpart schrieb er meist im Nachhinein - für die weniger begabten Improvisatoren.
Was liegt also näher, als mit einem der begabtesten Jazz-Pianisten Österreichs an ein Klavierkonzert so heran zu gehen, wie Mozart dies selbst getan hat? Es zu improvisieren, zu spüren, es zu spielen?
Mozart, wie man ihn noch nie gehört hat - mit Lebendigkeit und Mut, jung und ideenreich, musikverliebt und draufgängerisch - eben Mozart...
Ort: Bildungshaus Bezau, 6870 Bezau | Vorarlberg
Hermann Nitsch: 2-Tage-Spiel in Prinzendorf
"das fest ist für mich ein heiliges fest. alle intensiven erlebnisse, alle ergriffenheit, die uns das dramatische geschehen abnötigt, sollen unser erleben während des festes bestimmen. auch alle freude und überschwang sollen mit heiterheiligem ernst erfahren werden. wir laden zu keiner oberflächlichen und seichten vergnügung ein, alles soll tief, stark und intensiv empfunden werden. ich bitte die zuschauer, dass sie sich mit einer grossen würde am fest beteiligen. die spiele meinen eine verherrlichung der schöpfung und ein unbedingtes erkennen unserer geborgenheit im kosmos. das fest wird vom höchsten und reinsten pathos getragen. ergriffenheit vom unendlichen weltganzen soll in unseren herzen sein.“ hermann nitsch
Ort: Schloss Prinzendorf und Umgebung
2185 Prinzendorf an der Zaya
Zeit: 31. 7. - 2- 8. 2004 | Feuerhaus ausschließlich am 31. 7. 2004, 10.00 bis 20.00 Uhr
Zum ersten Mal reiste Feuerhaus nach Asien! Im Gepäck klarerweise „unsere“ Musik: Mozarts Figaro-Ouvertüre und die Deutschen Tänze KV 571, Schuberts Rosamunden-Ouvertüre sowie natürlich eine Reihe von Werken von Josef Lanner und der Straussdynastie! Es war ein voller Erfolg, 10 Konzerte mit stehende Ovationen, massenhaft Beifall und begeisterte Konzertveranstalter, die uns sofort wiedereingeladen haben.
Tourneedestinationen waren Beijing, Shenzhen, Guanzhou, Zhuhai, Jinan, Chanchun.
Hier sehen Sie Ausschnitte aus dem Konzertprogramm - leider nur von einer Wackelkamera aus dem Publikum aus gefilmt... aber immerhin.
Carinthischer Sommer
Zum Mozartjahr 2006 wurden beim Carinthischen Sommer sämtliche Klavierkonzerte des göttlichen Meisters aufgeführt.
Die Feuerhausmeister ihrerseits trugen zwei Klavierkonzerte, nämlich KV 415 und KV 503, bei.
Während das Klavierkonzert KV 415 in den zarten Händen unserer Solistin Gerda Struhal seine klassische Veredelung fand, wurde aus dem Klavierkonzert KV 503 durch Martin Reiters Zugriff (siehe: Rache für Mozart) und der Verwendung von Fender Rhodes Piano und Hammond Orgel eine ausufernde Jamsession:
Mozart::Jazz
Dem Publikum gefiel´s hörbar.
das komplette Programm:
W. A. Mozart: Klavierkonzert KV 415, Solistin: Gerda Struhal
R. Dünser: Sinfonietta für Klarinette und Streicher, Solist: Martin Schelling
M. Haydn: Sinfonia in C, PG 31
W. A. Mozart: Klavierkonzert KV 503, Solist: Martin Reiter
Feuerhaus im Brick5
Wir Feuerhausfrauen und -männer können uns glücklich schätzen, mit dem Brick5 einen Proben- und Konzertort zu haben, auf den wir einfach und gerne zugreifen können.
So auch dieses Mal: Für unsere Wiener Freundinnen und Freunde das Vorkonzert zu unserem Auftritt in Villach.
Das Programm:
W. A. Mozart: Klavierkonzert KV 415, Solistin: Gerda Struhal
R. Dünser: Sinfonietta für Klarinette und Streicher, Solist: Martin Schelling
M. Haydn: Sinfonia in C, PG 31
W. A. Mozart: Klavierkonzert KV 503, Solist: Martin Reiter
Alegre Correa Group und Feuerhaus in „Joe Zawinuls Birdland“
Keiner versteht es so gut wie Alegre Corrêa, brasilianische und österreichische Idiome der Musik so gekonnt und geschmackssicher zu kombinieren. Dank dieser Begabung, seinem stupenden Können auf der Gitarre und der knarzigen Stimme zählt er seit Jahren zu den wichtigsten Vertretern der österreichischen Jazzszene.
Zusammen mit seiner achtköpfigen Combo spielte Feuerhaus Werke aus seiner Feder in atemberaubend kunstvollen Arrangements, weiche Balladen und kernig-fetzige Tanz- und Jamnummern.
Es wurde zu einem der besten Abende in der noch kurzen Geschichte des Birdland, abgesehen natürlich von den Auftritten seiner königlichen Hoheit, Joe Zawinul persönlich.
60 Jahre Furche
Maßschneiderei bedeutet: Für den Anlass komponieren.
Anders als andere Ensembles, die mit Mozart, Brahms und Bundeshymne im Gepäck diverse Anlässe stereotyp umrahmen, setzt sich Feuerhaus mit dem Auftraggeber auseinander und schreibt die benötigten Werke, um einer Veranstaltung den musikalischen Stempel "Unikat" aufdrücke zu können.
So geschehen auch bei den Feiern zum 60. Geburtstag der österreichischen Wochenzeitung "Die Furche" im Palais Liechtenstein, denen wir verspielte, fröhliche und leicht schräge Werke spielten.
Im Nachhinein nochmals herzlichste Gratulation!!
Sehnsucht nach Wien
Wieder ein Konzert im "Porgy & Bess": Die bestens gelaunte Alegre-Corrêa-Group mit Ana-Paola da Silva und Sandra Pires als Gäste bescherten zusammen mit uns dem Porgy-Publikum einen abwechlungsreichen und berührenden Konzertabend.
Chez es Saada
Es war ein toller Abend. Ein toller Abend von und für Martin Reiter, der mit seiner ersten CD einen gehörigen Markstein in seinem Schaffen und Können gesetzt hat. Begeistertes Publikum - mit Recht.
Mit von der Partie waren die CD-Mitwirkenden: Das Martin Reiter Trio, Matthieu Michel und Feuerhaus.
mehr unter
www.martinreiter.com
Prorgy & Bess
Riemergasse 11
1010 Wien
20:00 Uhr
Feuerhaus im Porgy & Bess
Martin Reiter präsentierte zusammen mit seinem Trio und Feuerhaus seine erste CD - "Chez es Saada" - auf der auch Werke mit uns Feuerhausfrauen und -männern zu hören sind.
Die CD ist bestell- und anhörbar unter: martinreiter.com
Feuerhaus im Brick5
Martin Reiter präsentierte zusammen mit seinem Trio und Feuerhaus seine erste CD - "Chez es Saada" - auf der auch Werke mit uns Feuerhausfrauen und -männern zu hören sind.
Die CD ist bestell- und anhörbar unter: martinreiter.com
Rache für Mozart
Martin Reiter und Feuerhaus spielen Mozart.
Einer der genialsten Newcomer unter den Jazz-Pianisten nimmt sich gemeinsam mit Feuerhaus eines der schönsten Klavierkonzerte der Klassik an.
Und das im Sinne Mozarts: Dieser war zu seiner Zeit einer der begnadetsten "Jazz-Pianisten", er improvisierte seine selbst komponierten Klavierkonzerte, wenn er sie aufführte. Den Klavierpart schrieb er meist im Nachhinein - für die weniger begabten Improvisatoren.
Was liegt also näher, als mit einem der begabtesten Jazz-Pianisten Österreichs an ein Klavierkonzert so heran zu gehen, wie Mozart dies selbst getan hat? Es zu improvisieren, zu spüren, es zu spielen?
Mozart, wie man ihn noch nie gehört hat - mit Lebendigkeit und Mut, jung und ideenreich, musikverliebt und draufgängerisch - eben Mozart...
Ort: Bildungshaus Bezau, 6870 Bezau | Vorarlberg
Hermann Nitsch: 2-Tage-Spiel in Prinzendorf
"das fest ist für mich ein heiliges fest. alle intensiven erlebnisse, alle ergriffenheit, die uns das dramatische geschehen abnötigt, sollen unser erleben während des festes bestimmen. auch alle freude und überschwang sollen mit heiterheiligem ernst erfahren werden. wir laden zu keiner oberflächlichen und seichten vergnügung ein, alles soll tief, stark und intensiv empfunden werden. ich bitte die zuschauer, dass sie sich mit einer grossen würde am fest beteiligen. die spiele meinen eine verherrlichung der schöpfung und ein unbedingtes erkennen unserer geborgenheit im kosmos. das fest wird vom höchsten und reinsten pathos getragen. ergriffenheit vom unendlichen weltganzen soll in unseren herzen sein.“ hermann nitsch
Ort: Schloss Prinzendorf und Umgebung
2185 Prinzendorf an der Zaya
Zeit: 31. 7. - 2- 8. 2004 | Feuerhaus ausschließlich am 31. 7. 2004, 10.00 bis 20.00 Uhr
Suite pour une maison en feu
In der Jazzzeit stand über unsere Konzerte folgendes geschrieben:
Was für ein Abend! Das Matthieu Michel Quartett, mit ebendiesem an Trompete, Martin Reiter am Fender Rhodes, Peter Herbert am Bass und Alex Deutsch am Schlagwerk, fabrizierten eleganten wie wuchtigen Jazz mit klassen Melodiebögen und einer Interaktion, an die man sich noch lange erinnern wird können (da wollen). Matthieu Michel löschte die Hitze des Dargebotenen mit seinem streng reduzierten Trompetenspiels, das nur so vor Coolheit barst, im Gegensatz zu z.B. Alex Deutsch, dessen Fellbearbeitung an Zidane erinnerte, wenn er seine Gegenspieler beinahe schon so weit bringt, dass sie ihm applaudieren, obwohl er sie narrte. Der große Unterschied freilich: Deutsch und Michel und Herbert und Reiter sind keine Gegenspieler, sondern Mitspieler, unterstützt wurde das sensationell aufspielende Quartett von DJ Shalom an den Turntables und vom Kammerorchester Feuerhaus. Heraus kam dabei, wenn sie alle gemeinsam und praktisch gleichzeitig ihre Instrumente bearbeiteten ein derart wunderbares Gesamterlebnis, das in der österreichischen Jazzszene leider nur allzu selten zu hören ist, mehr noch, weltweit quasi unique ist, denn Kammerorchester plus Jazzquartett plus Turntables muss man eindeutig unter das Etikett „Rarität“ bzw. „seltene Spezies“ stellen. Und wie das donnerte, romantisierte, einem zum Schwelgen brachte, und wie das zusammen passte, und wie man nur hoffen kann, dass dies kein einmaliges Ereignis war, und somit unbedingte Fortsetzung finden möge! Die Grooves von der Vinyl fetzten dabei, was das Zeugs hielt, das Orchester hielt mit ihrem Monumentsound dagegen, Deutsch trommelte sich sichtlich vergnügt kreuz und cross, Peter Herbert brachte seinen Bass zum Salutieren, entlockte diesem die ärgsten Kurzweiltöne, Martin Reiter - seine Orchester-Arrangements sind im übrigen exzellent - orgelte geheimnisvoll wie schon lange nicht mehr, und, tja, wie bereits erwähnt, Matthieu Michel entlockte seinem goldgelben Instrument die coolsten Töne, saß fortwährend ziemlich gebückt auf einer recht unbequem dreinschauenden Sitzgelegenheit, das Gesicht zu Boden gerichtet, die Trompete eben dorthin spielend. Kaum ein Blick zu seinen Mitspielern, geschweige ins Publikum, und wer jetzt an Miles Davis denkt, denkt nicht ganz falsch. Am Ende des eigenwilligen Programms, an das man nur mit Ehrfurcht denken kann, stand Hans Koller als Alex Deutsch-Remix im Mittelpunkt des Geschehens. In dieser Besetzung ist das Matthieu Michel Quartett in Österreich unerreicht.
Mitwirkende:
Matthieu Michel | trumpet
Martin Reiter | fender rhodes
Peter Herbert | bass
Alex Deutsch | drums
DJ Shalom | turntables
Feuerhaus
Ort: Porgy & Bess | Riemergasse 11, 1010 Wien
Zeit: Samstag, 5. 6. & 6. 6.2004, 21.00 Uhr
Konzert im Bildungshaus Bezau
Auch hier machen wir es kurz: Die Zeitungskritik der Vorarlberger Nachrichten zu diesem Konzert:
Scharf auf Akzente - Nicht einmal im Largo kennt "Feuerhaus Gnade"
Bezau (VN-cf) "Feuerhaus soll sich nicht zu einem Orchester entwickeln , sonder zu einer Marke" sagte Dirigent Hans-Peter Manser im Vorfeld der beiden Konzerte am Mittwoch und Donnerstag. Nun, Marken brauchen Profil, und davon hat man bereits einiges gesehen.
Was war denn [...] im Bildungshaus Bezau so anders als bei herkömmlichen Konzerten? Nun, es gab weder schultergepolsterte Schwarze mit Krawatten und andere Einschnürungen, noch steife und oder gar gelangweilte Gesichter, sondern freundlich helle Baumwollstoffe und eine kommunikative Haltung zu Publikum. "Feuerhaus versteht auch was vom wirkungsvollen Auftritt: "Feuerhaus" verzichtet auf das obligate Stimmritual und beginnt sofort mit der Musik, nimmt sein Lieblingsthema des Konzertabends und läutet sich damit sozusagen selbst ein. Der lässige 7/8-Takt stammt aus Werner Pirchners "Soirée Tyrolienne". [...]
Brilliante Struhal
Neben diesen außerlichen Symbolen bemühen sich die jungen Musiker natürlich um musikalische Gustos. Besonders leicht zu fallen schien dies der Solistin des Abends, Gerda Struhal. Brilliant und klar holt sie Linien aus Mozarts Klavierkonzert Nr. 13 in C-Dur heraus, zieht fast unmerklich an, um im entscheidenden Moment wieder loszulassen und hält den Zuhörer bis zum Schluss in Atem. [...] (Man kann) diesem bläserdominierten Zusammenklang etwas urig Bäuerliches abgewinnen, das sich vor allem bei Werner Pirchner gut macht. Unverdorben und lebendig lassen sich die Musiker auf das Spiel mit den Tirolerischen und Österreichischen Eigenheiten ein. [...]
Intelligenz hat Witz
Einen ähnlich intelligenten Witzbold präsentierte das Orchester nach der Pause: Josef Haydn, Sinfonie Nr. 88. Manser kostet jeden Akzent bis zum Gehtnichtmehr aus, lässt mitunter die Zeit dazwischen stehen, um, wenn es sein soll, wieder in hoch virtuoses Tempo zu verfallen. [...] Natürlich ist ein Menuett dieses Formats wie geschafffen für ein Orchester, das so auf rhythmische Nuancen steht. Ein feuriges Finale jagt von einem Impuls zum nachsten [...] (Christina Fussenegger)
Vorarlberger Nachrichten, 23. 8. 2003
Ort: Bildungshaus Bezau | Vorarlberg
Zeit: Donnerstag, 21. 8. 2003 | 20.15 Uhr
E-Werk
Um es kurz zu machen: Hier die Zeitungskritik dieses "Konzerts":
Elektroklavier statt Flügel - von Anna Mika
Es ist vielleicht nicht so besonders, Musik von Mozart und Haydn in einer Bar zu genießen. Aber wenn diese Musik live gespielt wird, und wenn die MusikerInnen noch dazu fabelhafte Musik machen - das hat was.
"Die alten Meister waren ja auch alle auf ihre Art wilde Hunde", meinte ein Musiker im Gespräch. In der Bar mit dem Namen E-Werk in Andelsbuch hörte man am Mittwoch abend das junge Ensemble "Feuerhaus" unter dem Dirigenten Hans-peter Manser aus Bezau mit dem Klavierkonzert Nr. 13 in C-dur von Mozart, die Sinfonie Nr. 88 in G-Dur von Joseph Haydn und dazwischen die "Soirée Tyrolienne" von Werner Pircher.
"Feuerhaus" begeisterte
Natürlich hatte die Pianistin Gerda Struhal in dieser Bar keinen Konzertflügel zur Verfügung. Doch was sie aus dem kleinen Elektroklavier herausholte, war enorm. Das sang, das perlte und da stimmte jede Dynamik und jede Phrasierung. Pirchners liebevolle Parodie auf das Landleben in Tirol einschließlich dem Schlagen einer Axt und dem Muhen der Kühe - diese Suite von Ländlern und Zwiefachen in schräger Tonalität machte Publikum und MusikerInnen besonders Spaß.
Schließlich bündelten sich bei Haydns Sinfonie noch einmal alle Besonderheiten dieses kessen jungen Ensembles. Die Besetzung mit solistischen Streichern und den üblichen Bläsern machte den Klang frech. Auch formulierten sie ihre Musik beredt, sozusagen "historically informed", und sind doch Lichtjahre entfernt von akademischer Rechthaberei. Kurz gesagt, sie waren blendende MusikerInnen und dabei so locker und frisch wie ihr Outfit und ihr Konzertort.
NEUE Vorarlberger Tageszeitung, 22. 8. 2003
Buchpräsentation "Der Pranger"
"Der Pranger" von Ö1-Moderator Martin Haidinger - ein Roman über Wien, über dessen Menschen, deren Mentalität - rauschhaft, surreal, spannnend. Eine postmoderne Zeitreise vom Mittelalter bis in die Jetztzeit - ein "Wiedergänger" der alle Epochen und Jahrhunderte miterlebt und einen heutigen Journalisten nicht nur an der Realität zweifeln lässt...
Extrem lesenswert!
Und soll übrigens demnächst fürs Kino verfimt werden - bravo, Martin!!
Unser Beitrag dazu: Penderecky, Milhaud und Kompositionen von Feuerhaus selbst. Großes Hallo!
Dieser kleine Auftritt neun junger Musiker legte den Grundstein für alles Weitere.
Ort: Hofburg | 1010 Wien
Zeit: 23. 4. 2003 | 19.30 Uhr
In der Jazzzeit stand über unsere Konzerte folgendes geschrieben:
Was für ein Abend! Das Matthieu Michel Quartett, mit ebendiesem an Trompete, Martin Reiter am Fender Rhodes, Peter Herbert am Bass und Alex Deutsch am Schlagwerk, fabrizierten eleganten wie wuchtigen Jazz mit klassen Melodiebögen und einer Interaktion, an die man sich noch lange erinnern wird können (da wollen). Matthieu Michel löschte die Hitze des Dargebotenen mit seinem streng reduzierten Trompetenspiels, das nur so vor Coolheit barst, im Gegensatz zu z.B. Alex Deutsch, dessen Fellbearbeitung an Zidane erinnerte, wenn er seine Gegenspieler beinahe schon so weit bringt, dass sie ihm applaudieren, obwohl er sie narrte. Der große Unterschied freilich: Deutsch und Michel und Herbert und Reiter sind keine Gegenspieler, sondern Mitspieler, unterstützt wurde das sensationell aufspielende Quartett von DJ Shalom an den Turntables und vom Kammerorchester Feuerhaus. Heraus kam dabei, wenn sie alle gemeinsam und praktisch gleichzeitig ihre Instrumente bearbeiteten ein derart wunderbares Gesamterlebnis, das in der österreichischen Jazzszene leider nur allzu selten zu hören ist, mehr noch, weltweit quasi unique ist, denn Kammerorchester plus Jazzquartett plus Turntables muss man eindeutig unter das Etikett „Rarität“ bzw. „seltene Spezies“ stellen. Und wie das donnerte, romantisierte, einem zum Schwelgen brachte, und wie das zusammen passte, und wie man nur hoffen kann, dass dies kein einmaliges Ereignis war, und somit unbedingte Fortsetzung finden möge! Die Grooves von der Vinyl fetzten dabei, was das Zeugs hielt, das Orchester hielt mit ihrem Monumentsound dagegen, Deutsch trommelte sich sichtlich vergnügt kreuz und cross, Peter Herbert brachte seinen Bass zum Salutieren, entlockte diesem die ärgsten Kurzweiltöne, Martin Reiter - seine Orchester-Arrangements sind im übrigen exzellent - orgelte geheimnisvoll wie schon lange nicht mehr, und, tja, wie bereits erwähnt, Matthieu Michel entlockte seinem goldgelben Instrument die coolsten Töne, saß fortwährend ziemlich gebückt auf einer recht unbequem dreinschauenden Sitzgelegenheit, das Gesicht zu Boden gerichtet, die Trompete eben dorthin spielend. Kaum ein Blick zu seinen Mitspielern, geschweige ins Publikum, und wer jetzt an Miles Davis denkt, denkt nicht ganz falsch. Am Ende des eigenwilligen Programms, an das man nur mit Ehrfurcht denken kann, stand Hans Koller als Alex Deutsch-Remix im Mittelpunkt des Geschehens. In dieser Besetzung ist das Matthieu Michel Quartett in Österreich unerreicht.
Mitwirkende:
Matthieu Michel | trumpet
Martin Reiter | fender rhodes
Peter Herbert | bass
Alex Deutsch | drums
DJ Shalom | turntables
Feuerhaus
Ort: Porgy & Bess | Riemergasse 11, 1010 Wien
Zeit: Samstag, 5. 6. & 6. 6.2004, 21.00 Uhr
Konzert im Bildungshaus Bezau
Auch hier machen wir es kurz: Die Zeitungskritik der Vorarlberger Nachrichten zu diesem Konzert:
Scharf auf Akzente - Nicht einmal im Largo kennt "Feuerhaus Gnade"
Bezau (VN-cf) "Feuerhaus soll sich nicht zu einem Orchester entwickeln , sonder zu einer Marke" sagte Dirigent Hans-Peter Manser im Vorfeld der beiden Konzerte am Mittwoch und Donnerstag. Nun, Marken brauchen Profil, und davon hat man bereits einiges gesehen.
Was war denn [...] im Bildungshaus Bezau so anders als bei herkömmlichen Konzerten? Nun, es gab weder schultergepolsterte Schwarze mit Krawatten und andere Einschnürungen, noch steife und oder gar gelangweilte Gesichter, sondern freundlich helle Baumwollstoffe und eine kommunikative Haltung zu Publikum. "Feuerhaus versteht auch was vom wirkungsvollen Auftritt: "Feuerhaus" verzichtet auf das obligate Stimmritual und beginnt sofort mit der Musik, nimmt sein Lieblingsthema des Konzertabends und läutet sich damit sozusagen selbst ein. Der lässige 7/8-Takt stammt aus Werner Pirchners "Soirée Tyrolienne". [...]
Brilliante Struhal
Neben diesen außerlichen Symbolen bemühen sich die jungen Musiker natürlich um musikalische Gustos. Besonders leicht zu fallen schien dies der Solistin des Abends, Gerda Struhal. Brilliant und klar holt sie Linien aus Mozarts Klavierkonzert Nr. 13 in C-Dur heraus, zieht fast unmerklich an, um im entscheidenden Moment wieder loszulassen und hält den Zuhörer bis zum Schluss in Atem. [...] (Man kann) diesem bläserdominierten Zusammenklang etwas urig Bäuerliches abgewinnen, das sich vor allem bei Werner Pirchner gut macht. Unverdorben und lebendig lassen sich die Musiker auf das Spiel mit den Tirolerischen und Österreichischen Eigenheiten ein. [...]
Intelligenz hat Witz
Einen ähnlich intelligenten Witzbold präsentierte das Orchester nach der Pause: Josef Haydn, Sinfonie Nr. 88. Manser kostet jeden Akzent bis zum Gehtnichtmehr aus, lässt mitunter die Zeit dazwischen stehen, um, wenn es sein soll, wieder in hoch virtuoses Tempo zu verfallen. [...] Natürlich ist ein Menuett dieses Formats wie geschafffen für ein Orchester, das so auf rhythmische Nuancen steht. Ein feuriges Finale jagt von einem Impuls zum nachsten [...] (Christina Fussenegger)
Vorarlberger Nachrichten, 23. 8. 2003
Ort: Bildungshaus Bezau | Vorarlberg
Zeit: Donnerstag, 21. 8. 2003 | 20.15 Uhr
E-Werk
Um es kurz zu machen: Hier die Zeitungskritik dieses "Konzerts":
Elektroklavier statt Flügel - von Anna Mika
Es ist vielleicht nicht so besonders, Musik von Mozart und Haydn in einer Bar zu genießen. Aber wenn diese Musik live gespielt wird, und wenn die MusikerInnen noch dazu fabelhafte Musik machen - das hat was.
"Die alten Meister waren ja auch alle auf ihre Art wilde Hunde", meinte ein Musiker im Gespräch. In der Bar mit dem Namen E-Werk in Andelsbuch hörte man am Mittwoch abend das junge Ensemble "Feuerhaus" unter dem Dirigenten Hans-peter Manser aus Bezau mit dem Klavierkonzert Nr. 13 in C-dur von Mozart, die Sinfonie Nr. 88 in G-Dur von Joseph Haydn und dazwischen die "Soirée Tyrolienne" von Werner Pircher.
"Feuerhaus" begeisterte
Natürlich hatte die Pianistin Gerda Struhal in dieser Bar keinen Konzertflügel zur Verfügung. Doch was sie aus dem kleinen Elektroklavier herausholte, war enorm. Das sang, das perlte und da stimmte jede Dynamik und jede Phrasierung. Pirchners liebevolle Parodie auf das Landleben in Tirol einschließlich dem Schlagen einer Axt und dem Muhen der Kühe - diese Suite von Ländlern und Zwiefachen in schräger Tonalität machte Publikum und MusikerInnen besonders Spaß.
Schließlich bündelten sich bei Haydns Sinfonie noch einmal alle Besonderheiten dieses kessen jungen Ensembles. Die Besetzung mit solistischen Streichern und den üblichen Bläsern machte den Klang frech. Auch formulierten sie ihre Musik beredt, sozusagen "historically informed", und sind doch Lichtjahre entfernt von akademischer Rechthaberei. Kurz gesagt, sie waren blendende MusikerInnen und dabei so locker und frisch wie ihr Outfit und ihr Konzertort.
NEUE Vorarlberger Tageszeitung, 22. 8. 2003
Buchpräsentation "Der Pranger"
"Der Pranger" von Ö1-Moderator Martin Haidinger - ein Roman über Wien, über dessen Menschen, deren Mentalität - rauschhaft, surreal, spannnend. Eine postmoderne Zeitreise vom Mittelalter bis in die Jetztzeit - ein "Wiedergänger" der alle Epochen und Jahrhunderte miterlebt und einen heutigen Journalisten nicht nur an der Realität zweifeln lässt...
Extrem lesenswert!
Und soll übrigens demnächst fürs Kino verfimt werden - bravo, Martin!!
Unser Beitrag dazu: Penderecky, Milhaud und Kompositionen von Feuerhaus selbst. Großes Hallo!
Dieser kleine Auftritt neun junger Musiker legte den Grundstein für alles Weitere.
Ort: Hofburg | 1010 Wien
Zeit: 23. 4. 2003 | 19.30 Uhr