Suite pour une maison en feu
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Das Mathieu Michel Quartett, DJ Shalom und Feuerhaus gastieren in Wiens "Porgy & Bess"
In der Jazzzeit stand über unsere Konzerte folgendes geschrieben:
Was für ein Abend! Das Matthieu Michel Quartett, mit ebendiesem an Trompete, Martin Reiter am Fender Rhodes, Peter Herbert am Bass und Alex Deutsch am Schlagwerk, fabrizierten eleganten wie wuchtigen Jazz mit klassen Melodiebögen und einer Interaktion, an die man sich noch lange erinnern wird können (da wollen). Matthieu Michel löschte die Hitze des Dargebotenen mit seinem streng reduzierten Trompetenspiels, das nur so vor Coolheit barst, im Gegensatz zu z.B. Alex Deutsch, dessen Fellbearbeitung an Zidane erinnerte, wenn er seine Gegenspieler beinahe schon so weit bringt, dass sie ihm applaudieren, obwohl er sie narrte. Der große Unterschied freilich: Deutsch und Michel und Herbert und Reiter sind keine Gegenspieler, sondern Mitspieler, unterstützt wurde das sensationell aufspielende Quartett von DJ Shalom an den Turntables und vom Kammerorchester Feuerhaus. Heraus kam dabei, wenn sie alle gemeinsam und praktisch gleichzeitig ihre Instrumente bearbeiteten ein derart wunderbares Gesamterlebnis, das in der österreichischen Jazzszene leider nur allzu selten zu hören ist, mehr noch, weltweit quasi unique ist, denn Kammerorchester plus Jazzquartett plus Turntables muss man eindeutig unter das Etikett „Rarität“ bzw. „seltene Spezies“ stellen. Und wie das donnerte, romantisierte, einem zum Schwelgen brachte, und wie das zusammen passte, und wie man nur hoffen kann, dass dies kein einmaliges Ereignis war, und somit unbedingte Fortsetzung finden möge! Die Grooves von der Vinyl fetzten dabei, was das Zeugs hielt, das Orchester hielt mit ihrem Monumentsound dagegen, Deutsch trommelte sich sichtlich vergnügt kreuz und cross, Peter Herbert brachte seinen Bass zum Salutieren, entlockte diesem die ärgsten Kurzweiltöne, Martin Reiter - seine Orchester-Arrangements sind im übrigen exzellent - orgelte geheimnisvoll wie schon lange nicht mehr, und, tja, wie bereits erwähnt, Matthieu Michel entlockte seinem goldgelben Instrument die coolsten Töne, saß fortwährend ziemlich gebückt auf einer recht unbequem dreinschauenden Sitzgelegenheit, das Gesicht zu Boden gerichtet, die Trompete eben dorthin spielend. Kaum ein Blick zu seinen Mitspielern, geschweige ins Publikum, und wer jetzt an Miles Davis denkt, denkt nicht ganz falsch. Am Ende des eigenwilligen Programms, an das man nur mit Ehrfurcht denken kann, stand Hans Koller als Alex Deutsch-Remix im Mittelpunkt des Geschehens. In dieser Besetzung ist das Matthieu Michel Quartett in Österreich unerreicht.
Mitwirkende:
Matthieu Michel | trumpet
Martin Reiter | fender rhodes
Peter Herbert | bass
Alex Deutsch | drums
DJ Shalom | turntables
Feuerhaus
Ort: Porgy & Bess | Riemergasse 11, 1010 Wien
Zeit: Samstag, 5. 6. & 6. 6.2004, 21.00 Uhr
Was für ein Abend! Das Matthieu Michel Quartett, mit ebendiesem an Trompete, Martin Reiter am Fender Rhodes, Peter Herbert am Bass und Alex Deutsch am Schlagwerk, fabrizierten eleganten wie wuchtigen Jazz mit klassen Melodiebögen und einer Interaktion, an die man sich noch lange erinnern wird können (da wollen). Matthieu Michel löschte die Hitze des Dargebotenen mit seinem streng reduzierten Trompetenspiels, das nur so vor Coolheit barst, im Gegensatz zu z.B. Alex Deutsch, dessen Fellbearbeitung an Zidane erinnerte, wenn er seine Gegenspieler beinahe schon so weit bringt, dass sie ihm applaudieren, obwohl er sie narrte. Der große Unterschied freilich: Deutsch und Michel und Herbert und Reiter sind keine Gegenspieler, sondern Mitspieler, unterstützt wurde das sensationell aufspielende Quartett von DJ Shalom an den Turntables und vom Kammerorchester Feuerhaus. Heraus kam dabei, wenn sie alle gemeinsam und praktisch gleichzeitig ihre Instrumente bearbeiteten ein derart wunderbares Gesamterlebnis, das in der österreichischen Jazzszene leider nur allzu selten zu hören ist, mehr noch, weltweit quasi unique ist, denn Kammerorchester plus Jazzquartett plus Turntables muss man eindeutig unter das Etikett „Rarität“ bzw. „seltene Spezies“ stellen. Und wie das donnerte, romantisierte, einem zum Schwelgen brachte, und wie das zusammen passte, und wie man nur hoffen kann, dass dies kein einmaliges Ereignis war, und somit unbedingte Fortsetzung finden möge! Die Grooves von der Vinyl fetzten dabei, was das Zeugs hielt, das Orchester hielt mit ihrem Monumentsound dagegen, Deutsch trommelte sich sichtlich vergnügt kreuz und cross, Peter Herbert brachte seinen Bass zum Salutieren, entlockte diesem die ärgsten Kurzweiltöne, Martin Reiter - seine Orchester-Arrangements sind im übrigen exzellent - orgelte geheimnisvoll wie schon lange nicht mehr, und, tja, wie bereits erwähnt, Matthieu Michel entlockte seinem goldgelben Instrument die coolsten Töne, saß fortwährend ziemlich gebückt auf einer recht unbequem dreinschauenden Sitzgelegenheit, das Gesicht zu Boden gerichtet, die Trompete eben dorthin spielend. Kaum ein Blick zu seinen Mitspielern, geschweige ins Publikum, und wer jetzt an Miles Davis denkt, denkt nicht ganz falsch. Am Ende des eigenwilligen Programms, an das man nur mit Ehrfurcht denken kann, stand Hans Koller als Alex Deutsch-Remix im Mittelpunkt des Geschehens. In dieser Besetzung ist das Matthieu Michel Quartett in Österreich unerreicht.
Mitwirkende:
Matthieu Michel | trumpet
Martin Reiter | fender rhodes
Peter Herbert | bass
Alex Deutsch | drums
DJ Shalom | turntables
Feuerhaus
Ort: Porgy & Bess | Riemergasse 11, 1010 Wien
Zeit: Samstag, 5. 6. & 6. 6.2004, 21.00 Uhr